Fachteam Pflegeentwicklung
Die Menschen werden heute immer älter und treten gleichzeitig immer später in ein Alterszentrum ein. Damit verändert sich auch die Pflege: Viele Bewohnende bringen mehrere, oft komplexe Krankheitsbilder mit. Die Anforderungen an die Pflege steigen und entwickeln sich stetig weiter.

Das Team besteht aktuell aus fünf Fachexpert:innen Pflege sowie zwei Pflegeexpertinnen. Eine davon ist Andrea Christen, die das Team leitet und begleitet. Im Mai 2026 werden zwei weitere Fachpersonen dazustossen. Einmal monatlich trifft sich das Fachteam Pflegeentwicklung zu einer gemeinsamen Sitzung. Dabei werden aktuelle Themen und Schwerpunkte besprochen, Kennzahlen interpretiert, Erfahrungen ausgetauscht und Ideen eingebracht. Die Fachexpert:innen bringen dieses Wissen anschliessend in die Pflegeteams auf ihrer Station ein – zum Beispiel in persönlichen Gesprächen, mit Schulungen an den Teamsitzungen, bei den täglichen Rapporten oder auch per E-Mail. So wird sichergestellt, dass wichtige Themen alle Teams erreichen und im ganzen Betrieb auf einem gemeinsamen fachlichen Niveau gearbeitet wird.
Unterstützung für Pflegeteams – Sicherheit für Bewohnende
Im Alltag beraten und unterstützen die Fachexpert:innen also ihre jeweiligen Pflegeteams fachlich, begleiten komplexe Pflegesituationen und arbeiten auch selbst aktiv in der direkten Pflege mit. Gleichzeitig koordinieren und optimieren sie Prozesse in den Pflegeabteilungen und in der hausinternen Spitex.
Durch diese Schulungen, die fachliche Begleitung und die Qualitätssicherung tragen sie dazu bei, die Pflege im Serata kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei arbeiten sie eng mit den Abteilungsleitungen, den Pflegeexpertinnen sowie mit den Hausärzten und Hausärztinnen der Bewohnenden zusammen. Für die Pflegeteams bedeutet das vor allem eines: Sie haben im Alltag eine zusätzliche fachliche Ansprechperson, die bei schwierigen Situationen unterstützt. Gleichzeitig entlastet dieses Modell die Abteilungsleitungen, da die Fachexpert:innen fachliche Fragen abfangen. So verteilt sich die Verantwortung auf mehrere Schultern.
Für Bewohnende und Angehörige zeigt sich der Nutzen oft auf leise, aber wirksame Weise: Das Team erkennt früh herausfordernde Situationen und hält die Abläufe im Pflegealltag auch in anspruchsvollen Momenten ruhig und strukturiert aufrecht. Damit beugt es auch Notfallsituationen wirksam vor. Oder anders gesagt: Gute Pflege merkt man manchmal daran, dass alles einfach gut läuft.
Vier Mitglieder des Fachteams Pflegeentwicklung im Kurzporträt:

Andrea Christen leitet das Fachteam Pflegeentwicklung. Ihre berufliche Laufbahn begann sie als Fachangestellte Gesundheit (FaGe). Danach hat sie sich kontinuierlich weitergebildet und schliesslich einen Masterabschluss erworben. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt seit jeher in der Geriatrie.
Im Serata begleitet und befähigt sie die Fachexpert:innen, die sie zu einem gemeinsamen Team geformt hat. Sie gibt die fachliche Richtung und die Ziele vor und erarbeitet gemeinsam mit den Fachexpertinnen Wege, wie diese im Pflegealltag umgesetzt werden können.
Ihre Motivation für diese Aufgabe ist persönlich geprägt. Während ihrer Zeit als FaGe erlebte sie Situationen, in denen Entscheidungen getroffen wurden, die aus ihrer Sicht wenig praxistauglich waren. Daraus wuchs der Wunsch, selbst Verantwortung zu übernehmen und dazu beizutragen, dass Entscheidungen getroffen werden, die im Alltag funktionieren und den Bewohnenden zugutekommen.

Chiara Semadeni arbeitet seit Oktober 2024 im Serata und ist stellvertretende Abteilungsleiterin im Oeggisbühl mit rund 80 Bewohnenden und 34 Mitarbeitenden. Der Mix ist sehr vielfältig: Hier leben Menschen mit ganz unterschiedlichen Pflege- und Unterstützungsbedürfnissen – von eher leichten Einschränkungen bis hin zu komplexeren Pflegesituationen und beginnender Demenz.
Chiara Semadenis berufliche Laufbahn begann ebenfalls mit der Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit. Anschliessend absolvierte sie die Höhere Fachschule zur diplomierten Pflegefachfrau. Zurzeit bildet sie sich im Bereich Palliative Care weiter und strebt einen CAS-Abschluss an.
Dieses Thema wird sie künftig auch übergeordnet für das gesamte Serata mitgestalten. Ihre Motivation liegt besonders in der Begleitung von Menschen und ihren Angehörigen in der letzten Lebensphase. Palliative Care ist für sie deshalb nicht nur ein Fachgebiet, sondern eine persönliche Passion.

Basil Spera kennt das Serata schon lange. Er absolvierte hier einen Teil seiner Ausbildung als Fachmann Gesundheit und arbeitete danach im Betrieb. Für seine HF-Ausbildung wechselte er ins Spital und schloss dort als diplomierter Pflegefachmann ab. Seit März 2025 ist er wieder im Serata tätig.
Seine Rolle verbindet mehrere Bereiche: Er arbeitet auf der Pflegeabteilung Ebene D, die rund 15 Mitarbeitende umfasst, und ist gleichzeitig auch in der hausinternen Spitex tätig.
Gerade diese Kombination macht seine Arbeit für ihn besonders spannend. Sie verbindet direkte Pflege mit organisatorischen und administrativen Aufgaben. Als Fachexperte motiviert es ihn, dass er Prozesse mitgestalten kann.

Oliver Mayer arbeitet seit Dezember 2024 als diplomierter Pflegefachmann im Serata. Er lebt seit 14 Jahren in der Schweiz und bringt Erfahrung aus der Langzeitpflege sowie aus leitenden Funktionen mit.
Im Zusammenhang mit der Palliativ-Zertifizierung vertieft auch er aktuell sein Wissen im Bereich Palliative Care und unterstützt die Umsetzung entsprechender Konzepte im Haus.
An seiner Arbeit schätzt er besonders die Zusammenarbeit im Team und den Kontakt mit den Bewohnenden. Die verschiedenen Lebensgeschichten, denen er begegnet, machen seine Arbeit für ihn abwechslungsreich und bedeutungsvoll.